╔═ Fotos
[ map ]47.4830°N 11.1498°E
╔═ Namen
Wissenschaftlicher NameBoletopsis leucomelaena
Gebräuchliche NamenSchwarzweißer Rußporling
╔═ Nomenklatur
Anerkannter NameBoletopsis leucomelaena(Pers.) Fayod, 1889
BasionymBoletus leucomelasPers., 1801
alle Namen (8)
Weitere Namen
Caloporus leucomelas(Pers.) Quél., 1888
Caloporus subsquamosusvar.leucomelas(Pers.) Quél., 1886
Peziza sulcatavar.leucomelas(Pers.) Duby, 1830
Polyporus leucomelas(Pers.) Pers., 1825
Polyporus ovinussubsp.leucomelas(Pers.) Bourdot & Galzin, 1925
Polyporus subsquamosusvar.leucomelas(Pers.) Fr., 1821

Namen, Autorenschaften und Daten aus Index Fungorum.

╔═ Klassifikation
  • BasidiomycotaAbteilung
  • └─ AgaricomycetesKlasse
  • └─ ThelephoralesOrdnung
  • └─ BankeraceaeFamilie
  • └─ BoletopsisGattung

Höhere Ränge aus Catalogue of Life (COL26.9 XR).

╔═ Morphologie

nicht erfasst

╔═ Ökologie

Ektomykorrhiza mit Fichte (Picea) in nährstoffreichen, gras- oder moosreichen Nadelwäldern auf Mull oder Rohhumus; Spätsommer bis Herbst

╔═ Sammelstatus
ArtenschutzKeine artenspezifische Beschränkung nach Bundesrecht
Rote Liste (Deutschland)2 — Stark gefährdet

⚠ Vor dem SammelnWilde Pilze dürfen in geringen Mengen für den Eigenbedarf entnommen werden (§ 39 Abs. 3 BNatSchG) — aber nicht in Naturschutzgebieten oder Nationalparks, auf gesperrten Flächen oder auf genutzten landwirtschaftlichen Flächen und nie zum Verkauf (§ 39 Abs. 4). In Bayern ist dieses Recht in Art. 141 Abs. 3 der Landesverfassung verankert und auf ortsüblich begrenzte Mengen beschränkt; zuständig ist die untere Naturschutzbehörde des Landkreises. Schilder und örtliche Verordnungen gehen vor.

Artenschutz aus BArtSchV Anlage 1 und § 2 Abs. 1, abgerufen am 2026-10-15; Rote Liste aus Dämmrich et al. (2016) (BfN / Rote-Liste-Zentrum). Keine Rechtsberatung — örtliche Regeln und Schilder können strenger sein. BArtSchV Anlage 1 · Rote-Liste-Daten

╔═ Genießbarkeit

nicht erfasst

Ungenießbar — anfangs mild, doch mit seifigem, langsam bitterem Nachgeschmack; selten, daher stehen lassen

╔═ Bestimmungsmerkmale
  • ▸ Ein fleischiger, einjähriger Porling mit Boletenhabitus, dessen Röhrenschicht sich nicht vom Hutfleisch lösen lässt
  • ▸ Hut dunkelgrau bis schwarzbraun, glatt und matt, frisch mit leicht magentafarbenem Schimmer; jung zum Rand hin heller
  • ▸ Porenschicht cremeweiß, später blass lilagrau oder rauchgraubraun, bei Verletzung rosa anlaufend; Poren 1–3 pro mm, leicht herablaufend
  • ▸ Alle Teile färben sich mit Kalilauge (KOH) dauerhaft sepiaschwarz
  • ▸ Zentraler bis seitlicher Stiel mit weißlicher Spitze und oranger Myzelbasis; Fruchtkörper wachsen in dichten Büscheln
╔═ Anmerkungen

Leicht mit der an Kiefern gebundenen Boletopsis grisea zu verwechseln, die silbrig grau, kompakter und weniger zerbrechlich ist und trockene Sandheiden bevorzugt. Trotz des Boletenhabitus stellt die DNA die Gattung in die Nähe der Stachelinge wie Sarcodon.

╔═ Beobachtungen (1)