LebensraumAn Stammfüßen lebender und abgestorbener Bäume, an Stümpfen und Wurzeln von Laub- und Nadelholz
EssbarkeitNur gut durchgegart essbar; manche Menschen vertragen ihn nicht
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Honigfarbene bis olivbraune Hüte, die in dichten Büscheln an Stammfüßen wachsen
  • │ ▸ Weißliche bis cremefarbene, am Stiel herablaufende Lamellen
  • │ ▸ Zickzackförmiger Ring bzw. Ringzone am oberen Stiel
  • │ ▸ Dunkle, dicht stehende Schüppchen in der Hutmitte
└─ Schwach parasitischer Pilz, dessen schwarze, schnurartige Rhizomorphen sich im Boden ausbreiten und Bäume schädigen können — das Myzel einer einzelnen Kolonie zählt zu den größten Lebewesen der Erde.
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LebensraumMoosige Nadelwälder, besonders unter Fichte
EssbarkeitGuter Speisepilz
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Hohler, trompetenförmiger Hut, graubraun bis braun
  • │ ▸ Graue, runzelige Adern statt echter Lamellen unter dem Hut
  • │ ▸ Hohler, gelbbrauner Stiel, zur Basis hin erweitert
  • │ ▸ Wächst oft büschelig in moosigen Flecken
└─ Erscheint spät in der Saison; getrocknet entwickelt er ein feines Aroma.
LebensraumAn stark zersetztem Holz, Zweigen und Holzschnitzeln von Laubgehölzen, auch an vergrabenem Holz, an feuchten, schattigen Stellen
EssbarkeitUngenießbar — klein, zäh und ohne kulinarischen Wert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Becher- bis vasenförmige Fruchtkörper, zur Basis verjüngt und in einen breiten Mund mündend
  • │ ▸ Außenseite samtig-filzig, braun bis graubraun; Innenseite auffällig längsgerillt und silbergrau
  • │ ▸ Im Inneren mehrere flache, graue, scheibenförmige Peridiolen (die „Eier“), die an feinen elastischen Fäden hängen
  • │ ▸ Wächst büschelig und reihenweise an morschem Holz, Zweigen und Holzresten
└─ Die Peridiolen sind die Sporenpakete: Regentropfen schleudern sie aus dem offenen Becher, während der elastische Faden am Untergrund haften bleibt — ein ausgeklügelter Verbreitungsmechanismus.
LebensraumSaprobiont und Schwächeparasit an Nadelholz-Totholz, vor allem Weißtanne (Abies alba), in kühlen, feuchten Bergmischwäldern; Spätsommer bis November
EssbarkeitJung essbar, aber selten und in Teilen Europas geschützt; sollte besser stehen gelassen werden
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Weißer, korallenartiger Fruchtkörper aus vielen mehrfach gabelnden Ästen, bis über 30 cm breit, im Alter creme- bis gelblich
  • │ ▸ Lange weiße Stacheln (bis etwa 20 mm), die büschelig von den Astenden herabhängen – anders als die Stacheln entlang der Äste beim Ästigen Stachelbart
  • │ ▸ Festes, fleischiges weißes Fleisch mit mildem, angenehmem Geruch und Geschmack
  • │ ▸ Wächst auf Totholz von Nadelbäumen, besonders Weißtanne, an stehenden und liegenden Stämmen und Stümpfen
└─ 1983 durch Kreuzungsexperimente als eigene Art vom Ästigen Stachelbart (H. coralloides) bestätigt; stark an die Weißtanne gebunden und in weiten Teilen Europas als gefährdet eingestuft.
LebensraumMykorrhiza-Partner von Buche, Eiche und Fichte in Laub- und Mischwäldern
EssbarkeitAusgezeichneter Speisepilz
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Fleischiger, unregelmäßiger Hut in warmen Creme- bis orange-beige Tönen
  • │ ▸ Weiche Stacheln statt Lamellen unter dem Hut
  • │ ▸ Stacheln laufen am kurzen, oft seitlich ansetzenden Stiel herab
  • │ ▸ Festes weißes Fleisch mit angenehm fruchtigem Geruch
└─ Durch seine Stacheln unverwechselbar und damit sicher zu sammeln; junge Exemplare eignen sich zum Einlegen.
LebensraumMykorrhiza-Partner der Birke in feuchten Birken- und Mischwäldern, an moosigen Waldrändern und Wegrändern
EssbarkeitGuter Speisepilz
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Hut halbkugelig bis polsterig, trocken, graubraun bis warmbraun, Rand oft überhängend
  • │ ▸ Röhren weißlich bis grau, später graubraun; Poren rund und bei Druck graubraun nachdunkelnd
  • │ ▸ Weißer Stiel mit dichten, groben, dunkelgraubraunen bis schwärzlichen Schüppchen, oben gehäuft; ohne Ring und ohne Netz
  • │ ▸ Festes weißes Fleisch, das im Stiel langsam rosa-grau bis violettgrau nachdunkelt, besonders an der Basis
└─ Treuer Mykorrhiza-Partner der Birke; die Hutfarbe variiert stark — die dunklen Schüppchen auf dem weißen Stiel sind das sichere Merkmal.
LebensraumSaprobiont an totem oder vergrabenem Holz und Wurzeln, häufig am Stammfuß; in Europa vor allem an warmen, geschützten Stellen wie Botanischen Gärten und Gewächshäusern
EssbarkeitUngenießbar — dünn, lederartig und zäh
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Dünne, lederartige, trichter- oder trompetenförmige Fruchtkörper („Weingläser“), oft zu einer Rosette verwachsen, mit welligen, gelappten Rändern
  • │ ▸ Oberseite orangebraun bis kastanienbraun mit konzentrischen Zonen, zum Rand heller; Unterseite glatt, creme bis grau
  • │ ▸ Unterseite glatt und fertil wie bei einem Schichtpilz — keine Poren, Lamellen oder Stacheln
  • │ ▸ Wächst an totem oder vergrabenem Holz, oft am Fuß lebender Bäume; trocken zäh und papierartig
└─ Eine vorwiegend tropische und subtropische Art, deren aufgeschichtete Trichter in der Form unverwechselbar sind; ursprünglich als Stereum petalodes beschrieben. Die ähnliche Podoscypha multizonata wärmerer Teile Europas bildet flachere, deutlicher gezonte Rosetten.
LebensraumSaprobiontisch an morschen Stümpfen und Stämmen von Laubhölzern, besonders Buche; auch an vergrabenem Holz
EssbarkeitUngenießbar — zu klein und zäh, ohne kulinarischen Wert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Geweih- bis keulenförmige, abgeflachte, oft verzweigte Fruchtkörper wie ein kleines Geweih
  • │ ▸ Schwarze, kohlige Oberfläche; die Spitzen jung weißgrau bereift
  • │ ▸ Die hellen Spitzen dunkeln nach, wenn die sexuellen Fruchtkörper reifen
  • │ ▸ Wächst in dichten Büscheln an morschen Laubholz-Stümpfen und -Stämmen
└─ Einer der häufigsten Zersetzer des Laubholzes; der helle Belag an den Spitzen ist die ungeschlechtliche Konidienphase, die beim Reifen der Perithezien rußschwarz wird.