LebensraumIn Fichtenwäldern auf kalkhaltigem Boden, montan bis subalpin
EssbarkeitJung essbar, wird im Alter bitter
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Weißlicher bis cremefarbener Hut, der sich bei Druck gelb verfärbt
  • │ ▸ Junge Hüte glatt, mit zunehmendem Alter aufreißend und schuppig
  • │ ▸ Sehr kurzer, oft exzentrischer Stiel
  • │ ▸ Weißliche, am Stiel herablaufende Poren; ältere Fruchtkörper an der Basis gelegentlich grünlich-bräunlich
LebensraumNadel- und Laubwald
EssbarkeitPsychoaktive
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Leuchtend roten (geleg. orangen/gelben) Hut mit weißen Punkten
  • │ ▸ Weiße Lamellen und Stiel
  • │ ▸ Am Stiel befindlicher Ring
  • │ ▸ Knollige Basis
LebensraumNadel- und Laubwald
EssbarkeitPsychoaktive
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Leuchtend roten (geleg. orangen/gelben) Hut mit weißen Punkten
  • │ ▸ Weiße Lamellen und Stiel
  • │ ▸ Am Stiel befindlicher Ring
  • │ ▸ Knollige Basis
└─
LebensraumGärten, Holzhäcksel und gestörte Standorte, auch Laubwälder
EssbarkeitUngenießbar — Fäulnisgeruch
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Beginnt als weißliches, ledriges „Ei" an der Basis
  • │ ▸ Entfaltet 4–6 (selten 8) leuchtend rote, tentakelartige Arme
  • │ ▸ Innenseiten mit dunkelolivbrauner Sporenmasse (Gleba) bedeckt
  • │ ▸ Kräftiger Geruch nach verrottendem Fleisch
└─ Stammt ursprünglich aus Australasien, heute in Europa weit verbreitete Neobiota; der Geruch lockt Fliegen an, die die Sporen verbreiten.
└─ Stinkend – interessant, sowohl eine Gruppe von Eiern als auch einen geöffneten Pilz zu finden.
LebensraumAuf dem Boden in Nadel- und Laubwäldern, in Streu und Moos
EssbarkeitEssbar, aber ohne nennenswerten Speisewert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Cremeweißer bis gräulicher, korallenartig verzweigter Fruchtkörper
  • │ ▸ Astenden laufen in kammartige Spitzen oder Zacken aus
  • │ ▸ Ohne abgesetzten Stiel; wächst direkt aus der Nadel- und Laubstreu, oft in Büscheln
  • │ ▸ Wird mit dem Alter oder bei Trockenheit gräulich
LebensraumAuf Laub- und Nadelstreu in Laub- und Nadelwäldern
EssbarkeitGiftig — unter Verdacht, das Muskarin-Syndrom auszulösen; wegen der Verwechslungsgefahr jedenfalls zu meiden
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Bleiweißer Hut mit matter, bereifter (firnisartiger) Oberfläche, später bräunlich fleckig
  • │ ▸ Herablaufende, weißliche bis cremefarbene Lamellen
  • │ ▸ Weißer, faseriger, schwammiger Stiel
  • │ ▸ Wächst gesellig, oft in Hexenringen, in streureichem Wald
└─ Der häufigste der weißen, bereiften Trichterlinge — eine Gruppe, für die Pilzführer ein generelles Sammelverbot empfehlen.
LebensraumWeiden und Wegränder auf Pferde- oder Rindermist
EssbarkeitOhne Speisewert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Ganzer Fruchtkörper zunächst von einem weißen, mehligen bis flockigen Velum bedeckt
  • │ ▸ Weißer, eiförmiger Hut, der sich mit dem Alter öffnet und am Rand grau wird
  • │ ▸ Lamellen zerfließen zu schwarzer „Tinte“ (Deliqueszenz)
  • │ ▸ Wächst auf Mist oder stark gedüngtem Boden
LebensraumIn Nadel- und Mischwäldern, oft auf kalkhaltigem Boden
EssbarkeitUnbekannt, nicht empfehlenswert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Kräftiger Fruchtkörper mit blass graubraunem, schmierigem Hut
  • │ ▸ Blass lavendelgraue Lamellen, später durch die Sporen rostbraun; Cortina bei jungen Fruchtkörpern
  • │ ▸ Fester, blasser, keuliger Stiel mit knolliger Basis
  • │ ▸ Fleisch von Hut und Stiel flieder- bis violettfarben, im Zentrum beim Anschneiden weiß werdend
└─ Es könnte sich um einen Violetten Rötelritterling (Lepista nuda) handeln. Zur sichereren Unterscheidung prüfen, ob sich das Fleisch mit KOH gelb verfärbt. Falls kein KOH zur Hand ist: Im senkrechten Querschnitt ist das Fleisch von Cortinarius largus flieder- bis violettfarben und wird im Zentrum von Hut und Stiel weiß.
LebensraumMykorrhiza-Partner der Fichte in moosigen Nadelwäldern
EssbarkeitEssbar
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Hut von einem dicken, schleimigen, graubraunen Velum überzogen
  • │ ▸ Weicher grau-violetter Hut, der mit dem Alter bis braunschwarz nachdunkelt
  • │ ▸ Entfernt stehende, wachsartige weißgraue Lamellen, die am Stiel herablaufen
  • │ ▸ Stielbasis chromgelb
└─ Die Stielbasis sollte gelb sein (haben wir nicht überprüft).
LebensraumNadelwald
EssbarkeitUngenießbar
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Weißlicher bis bräunlich-rosa samtiger Hut, jung mit roten Tropfen
  • │ ▸ Zähnchen statt Poren oder Lamellen
  • │ ▸ Unregelmäßiger, zäher, fanschelförmiger Fruchtkörper
  • │ ▸ Wächst am Boden zwischen Moos im Nadelwald
└─ Jung sondern leuchtend rote Tropfen ab, weshalb er wie „blutend" wirkt; wird mit der Zeit braun und zäh
LebensraumMykorrhiza-Partner von Buche, Eiche und Fichte in Laub- und Mischwäldern
EssbarkeitAusgezeichneter Speisepilz
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Fleischiger, unregelmäßiger Hut in warmen Creme- bis orange-beige Tönen
  • │ ▸ Weiche Stacheln statt Lamellen unter dem Hut
  • │ ▸ Stacheln laufen am kurzen, oft seitlich ansetzenden Stiel herab
  • │ ▸ Festes weißes Fleisch mit angenehm fruchtigem Geruch
└─ Durch seine Stacheln unverwechselbar und damit sicher zu sammeln; junge Exemplare eignen sich zum Einlegen.
LebensraumAuf mageren Wiesen und moosigen Almmatten
EssbarkeitEssbar, aber ohne nennenswerten Speisewert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Oranger bis rot-oranger Hut mit schuppig-faseriger Oberfläche, die mit dem Alter vergilbt
  • │ ▸ Gewölbter Hut mit deutlicher mittiger Vertiefung – becherartig, an einen Pfifferling erinnernd
  • │ ▸ Herablaufende, gelbliche Lamellen mit gegabelten Querverbindungen
  • │ ▸ Bruchhafter, hohler Stiel in Hutfarbe
LebensraumLaub- und Nadelwald, oft bei Buche und Eiche, gesellig in Gruppen
EssbarkeitEssbar, aber geschmacklich unbedeutend; Vorsicht vor giftigen Verwechslungspartnern (z. B. violetten Schleierlingen)
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Frisch leuchtend violett gefärbter Fruchtkörper
  • │ ▸ Wachsige, weitständige dicke Lamellen
  • │ ▸ Faseriger, zäher Stiel
  • │ ▸ Farbe verblasst beim Altern und Trocknen schnell zu blassem Beige
└─ Der Name spielt darauf an, wie leicht die violette Farbe täuscht — ist sie erst verblasst, verschwindet der Pilz optisch im Waldboden und wird leicht übersehen.
LebensraumLaub- und Nadelwald, oft bei Buche und Eiche, gesellig in Gruppen
EssbarkeitEssbar, aber geschmacklich unbedeutend; Vorsicht vor giftigen Verwechslungspartnern (z. B. violetten Schleierlingen)
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Frisch leuchtend violett gefärbter Fruchtkörper
  • │ ▸ Wachsige, weitständige dicke Lamellen
  • │ ▸ Faseriger, zäher Stiel
  • │ ▸ Farbe verblasst beim Altern und Trocknen schnell zu blassem Beige
└─ Der Name spielt darauf an, wie leicht die violette Farbe täuscht — ist sie erst verblasst, verschwindet der Pilz optisch im Waldboden und wird leicht übersehen.
LebensraumBei Fichten (Picea), seltener im Mischwald, vom Flachland bis subalpin
EssbarkeitEssbar
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Oranger bis möhrenroter Hut mit schwachen konzentrischen Zonen, mit dem Alter grünend
  • │ ▸ Orangefarbene, später grünliche Milch, die sich an der Luft schwach orange verfärbt
  • │ ▸ Lamellen verfärben sich bei Verletzung grün
  • │ ▸ Stiel ohne deutliche Gruben; Milch mild bis schwach bitter, nie brennend
└─ Eine ähnliche Alternative: Lactarius semisanguifluus.
LebensraumAuf Wiesen, an Waldrändern und in Kahlschlägen auf sonnigem Boden
EssbarkeitJung ein guter Speisepilz
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Großer blasser Hut mit groben, aufstellenden braunen Schuppen; junge Hüte eiförmig und braunschuppig
  • │ ▸ Hutrand ohne anhaftende Velumreste
  • │ ▸ Schlangenhautartig gemusterter, leicht knolliger Stiel mit dickem, verschiebbarem Doppelring
  • │ ▸ Freie, dicht stehende weiße Lamellen; Fleisch weiß, im Schnitt leicht rötlich-bräunlich
LebensraumAn toten und absterbenden Ästen und Stämmen von Buche, seltener Eiche
EssbarkeitNach gründlichem Waschen essbar, aber wegen des schleimigen Huts von geringem Speisewert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Porzellanweißer, glänzender, schleimiger Hut, zur Mitte hin graubräunlich
  • │ ▸ Breite, entfernt stehende, weiße Lamellen
  • │ ▸ Schlanker weißer Stiel mit hinfälligem, bald abstreifbarem Ring
  • │ ▸ Wächst büschelig an totem und absterbendem Buchenholz
LebensraumIn der Nadelstreu von Fichtenwäldern
EssbarkeitOhne Speisewert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Olivgrüner bis olivbrauner Hutrand (grünliche Schneide über den Lamellen)
  • │ ▸ Schlanker, dunkel olivgrüner Stiel
  • │ ▸ Kleiner, glockiger Hut auf moosigem Boden oder morschem Holz
  • │ ▸ Weiße bis blassgraue Lamellen, bei frischen Fruchtkörpern mit grüner Schneide
└─ Möglichkeiten: Entoloma incanum (Rötling mit Mäusegeruch), Mycena viridimarginata (Grünschneidiger Helmling). Am wahrscheinlichsten ein Helmling (Mycena).
LebensraumAuf lebendem Moos am Boden, auch an feuchten Mauern und Wegen
EssbarkeitOhne Speisewert
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Winziger oranger, glockiger bis nabeliger Hut mit kleiner mittiger Vertiefung
  • │ ▸ Lamellen weit am schlanken, behaarten Stiel herablaufend
  • │ ▸ Hut und Stiel in leuchtendem Orange
  • │ ▸ Wächst auf Moos, besonders auf Moospolstern in Wäldern und Mooren
└─ Orangeroter Heftelnabeling / orangeroter Helmling (Rickenella fibula / Mycena acicula). Die Hutform mit leicht vertiefter Mitte und das Wachsen auf Moos deuten eher auf den Heftelnabeling hin.
LebensraumNadel- und Mischwald, oft unter Kiefern; in Moos und Nadelstreu
EssbarkeitNach gründlichem Garen essbar
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Reinweiße bis elfenbeinfarbene, erst gewölbte, später trichterförmig vertiefte Hüte
  • │ ▸ Festes weißes Fleisch, zur Stielbasis hin oft ockerbräunlich verfärbt
  • │ ▸ Weit herablaufende, engstehende cremeweiße Lamellen
  • │ ▸ Kurzer, gedrungener, oft im Boden steckender Stiel
  • │ ▸ Schwacher, öliger bis fischartiger Geruch
└─ Einer der größten und kräftigsten Täublinge; wächst oft halb im Boden vergraben zwischen Moos und Nadelstreu, sodass er leicht zu übersehen ist, bis der Hut die Oberfläche durchbricht.
LebensraumNadelwälder, Mykorrhiza-Partner von Fichte und Kiefer
EssbarkeitJung genießbar, aber oft bitter
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Großer brauner Hut mit groben, dunkelbraunen, dachziegelartigen Schuppen
  • │ ▸ Graubraune, brechbare Stacheln statt Lamellen unter dem Hut
  • │ ▸ Wird mit zunehmendem Alter weit trichterförmig, teils mit grünlichen Zonen
  • │ ▸ Kräftiger, graubrauner Stiel
└─ Häufig stark bitter; der bittere Geschmack lässt sich durch Kochen nicht entfernen, sodass die meisten Funde unbrauchbar sind.
LebensraumAuf dem Boden und in Nadelstreu, auch auf offenem Boden; in Baumschulen einer der „Anzuchtpilze“
EssbarkeitNicht essbar; zäh und lederartig
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Fächer- bis rosettenartige, dachziegelig verbundene Fruchtkörper, ziegelbraun und verfilzt-faserig
  • │ ▸ Oberseite rau mit kleinen Drüsen, zum Rand hin weißlich gesäumt
  • │ ▸ Ohne Lamellen; fertile Unterseite glatt bis runzelig, graubraun
  • │ ▸ Kräftiger, filziger Stiel, oft teilweise in der Streu vergraben
LebensraumMoosiger Fichtenwald über vergrabenen Elaphomyces-Trüffeln
EssbarkeitNicht essbar
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Ockerbraune bis gelbliche, zungenförmige Fruchtkörper (Stromata), die aus dem Boden ragen
  • │ ▸ Jede Keule wurzelt über einen dunklen Haltefaden tief im Boden
  • │ ▸ Parasitiert auf den unterirdischen Fruchtkörpern von Elaphomyces (Hirschtrüffeln)
  • │ ▸ Kommt in kleinen, verstreuten Gruppen in moosigen Nadelwäldern vor
└─ Tolypocladium ophioglossoides
└─ Handelt es sich um die Schlangenzungen-Kernkeule, wächst sie auf Elaphomyces (einer Hirschtrüffel). Hätten wir mehr gegraben, hätten wir diese Möglichkeit bestätigen bzw. ausschließen können.
LebensraumAuf dem Boden in Laub- und Nadelwäldern, oft unter Buchen
EssbarkeitGiftig (magen-darm-giftig)
├─ Bestimmungsmerkmale
  • │ ▸ Einheitlich schwefelgelber Hut, Lamellen und Stiel
  • │ ▸ Starker Geruch nach Steinkohlengas bzw. Teer
  • │ ▸ Gewölbter Hut, später wellig und leicht schuppig
  • │ ▸ Gelbe, entfernt stehende Lamellen, teils leicht herablaufend